Nadja in der Schweiz

11 Dezember, 2007

Ein gewöhnlicher Sonntag

Zu Hause gehört für mich dazu ein gutes Abendessen und Tatort. Aber ich bin ja nicht daheim und das Wetter ist viel zu schön, um drinnen zu bleiben. Was macht man in Kapstadt also an einem sonnigen Sonntag? Eine Weintour.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los. Stellenbosch und Umgebung sind das Ziel, denn hier ist ein Weingut neben dem anderen und man weiss eigentlich gar nicht, wo man zuerst anhalten soll. Wir waren auf drei verschiedenen Weingütern.

Neethlingshof - sehr herrschaftlich, mit einer Allee als Auffahrt und Kunst im Garten.

Morgenhof - romantisch, mit alten Pferdeställen und einer grossen Wiese.

Moratie - verwunschen, ein Garten wie im Märchen und dicken Spinnenweben im Weinkeller.


Auf jedem Gut gibt es eine Auswahl von Weinen, die man testen kann und anschliessend auch kaufen. Bei meinem ersten Winetasting vor ein paar Wochen war ich noch unsicher. Was muss ich machen? Worauf achten? Ich kenne mich doch gar nicht aus. Aber es ist ganz einfach: Zuerst schaut man, ob die Farbe gefällt. Dann steckt man die Nase richtig tief ins Glas, sie sollte allerdings trocken bleiben, und riecht. Meist merkt man schon dann, ob der Wein gefällt oder nicht. Dann wird probiert. Nicht das ganze Glas austrinken, sonst schafft man ja nicht mal ein komplettes Tasting. Und dann ist es Geschmackssache - mag man lieber kräftig oder leicht, süss oder pfeffrig. Es gibt so viele Adjektive, um Wein zu beschreiben. Und auch ich bin zu einem richtigen Geniesser geworden.