Nadja in der Schweiz

20 November, 2007

Verkuerzte Garden Route

Unglaublich - so viel innerhalb so kurzer Zeit - das habe ich noch nie erlebt.
Jule und ich haben uns ein tolles Wochenende gemacht. Bevor wir aber am Freitagnachmittag gestartet sind, haben wir es noch den Lionshead erklommen. Das ist ein kleiner Berg neben dem Tafelberg, der die Form eines Loewen hat - daher auch der Name. Von oben hat man einen wunderschoenen Blick ueber Kapstadt und die Umgebung und auch auf den Tafelberg. Der sieht uebrigens wirklich jeden Tag anders aus, genau wie Jule es mir gesagt hat. Oft haengen Wolken darueber, die wie von unsichtbarer Hand an den schroffen Felskanten herunterzogen werden. Und gestern war der ganze Berg eine riesige Wolkenwand, die fast apokalyptisch anmutete. Jetzt gerade truebt aber nichts die Sicht.

Wolken auf dem Tafelberg

Auf der Spitze des Lionshead und die Stadt unter mir

Spaeter ging es los ins nahe Stellenbosch. Das ist eine super schoene kleine Universitaetsstadt mitten im Wineland. Nach einem delikaten Dinner sassen wir auf einer Decke mitten in einem Weinberg, haben leckeren Wein getrunken, eine wunderbarer Sternenhimmel ueber uns - ich kann es mir gar nicht schoener vorstellen. Samstag ging es dann 'on the road', wo wir die freie Fahrt genossen. Oftmals hatten wir weder ein Auto vor noch hinter uns, soweit der Blick reicht. Es ging auf der R62, einer wahren Panoramastrasse mit sich staendig veraendernden Landschaften - mal karge Steppe, dann wieder gruene Huegel oder schroffe Canyons - Richtung Outshoorn.

Leere, weite Strassen

Kurzer Stopp mit heissen Fuessen

In Barrydale legten wir eine kurze Mittagspause ein und erhielten neben einer Mahlzeit gleich noch eine Empfehlung fuer die Uebernachtung in Outshoorn. Ein paar Kilometer hinter der Stadt kehrten wir in der Thabile Lodge ein. Kenny und Lan waren wundervolle Gastgeber, das Essen Haute Cousine - insbesondere das Dessert - und die Atmosphaere loesst jeglichen Stress sofort in Luft aus, wenn man den welchen hat. Nach einer sehr erholsamen Nacht standen wir recht frueh auf und besichtigten die Farm, halfen mit ein paar entlaufene Gaense einzufangen und konnten zusehen, wie kleine Huehner sich anstrengen die harte Schale des Eis zu durchbrechen.

Blick von unserem kleinen Haeuschen

Farmland soweit das Auge reicht und ein paar Strausse mit Jungen

Schweren Herzen verabschiedeten wir uns nach dem Fruehstueck, allerdings nicht ohne das Versprechen wiederzukommen. Wir machten uns auf den Weg zu den Kango Caves einem Labyrinth von Tropfsteinhoehlen, die wir auf der Adventure Tour zum Teil auf allen vieren vorwaertskriechend erkundeten.
Dann hiess es auch schon wieder 'back home to Cape Town' nicht jedoch ohne einen kurzen Badestopp am Indischen Ozean einzulegen.

Erlebnisreich, beeindruckend, entspannend und unvergesslich - dies sind nur einige Worte um dieses Wochenende zu beschreiben.