Aletschgletscher
Vergangenen Sonntag sind Mike und ich mal ganz früh aufgestanden, haben uns Brote geschmiert, ein paar Äpfel und Farmerstängel (Müsliriegel) in den Rucksack gesteckt, die Wanderschuhe fest geschnürrt und sind zum Bahnhof gestiefelt.
Nach 3,5h Fahrt, die ob der schönen Aussicht wie im Fluge vergingen, kamen wir in Fiesch im tiefsten Wallis an. Noch mit der Gondel zur Mittelstation und uns erschloss sich eine wundervolle Aussicht über die Berge.
Dann wanderten wir los. Gemütlich aber stetig ging es bergan und wir kamen trotz kühler werdender Temperaturen tüchtig ins Schwitzen. Vor zwei Wochen gab es in der Schweiz einen kurzen Wintereinbruch mit Schneefällen von teilweise 80cm an einem Wochenende. Und so war auch unsere Pfad teilweise von Schneefeldern verdeckt.
Am Grat angekommen sahen wir das Ziel unseres Ausfluges dann zum ersten Mal, den Aletsch Gletscher, allerdings noch aus der Ferne. Doch bereits dieser Anblick war unglaublich. Wie sich diese urzeitlichen Eismassen durch das Tal schieben, das finde ich total beeindruckend.
Wir machten uns an den Abstieg, hatten jedoch noch mehr Schnee als zuvor aunf dem Weg, dessen Verlauf teilweise nur durch die Markierungsstangen ersichtlich war. Wir kämpften uns wacker vorwärts , versanken manchmal bis zur Hüfte im Schnee und hatten einen Heidenspass.
Der Abstieg bis an den Rand des Gletschers ist an dieser Stelle leider nicht möglich, aber selbst aus dieser nun geringeren Distanz sieht man bereits die Gletscherspalten. Zudem kann man an den Seitenwänden des Tales gut erkennen, wieviel höher der Gletscher mal gewesen ist. Fast unglaublich, wenn man bedenkt, dass das Eis auch heute noch bis zu 900m beträgt. Aber vielleicht sollte ich eher sagen "nur", denn auch der Aletsch schmilzt wegen der Erderwärmung und wird immer kürzer und flacher. Den heutigen Anblick werden wir wohl so in 30 Jahren nicht mehr geniessen können.
Von hier wollten wir eigentlich seitlich im Gletschertal entlang wandern, allerdings war dieser Weg aufgrund der Schneefälle nur schwerlich passierbar. Also ging es wieder da lang wo wir hergekommen waren. Diesmal jedoch nicht über den Berg sondern durch einen Tunnel. Das fand ich ganz unglaublich, da war einfach Fussgängertunnel durch den Berg gebort worden. So liefen wir 20min durch einen dunkle und feuchte Röhre, um am Ende auf der anderen Seite des Berges wieder in die Sonne zu blinzeln. Hier war es merklich wärmer, denn die vom Gletscher abgestrahlte Kälte fehlte natürlich. Wir genossen dann noch einmal das schöne Panorama, bevor es mit Gondel und Zug und erschöpften Beinen wieder zurück nach Zürich ging.
Von hier wollten wir eigentlich seitlich im Gletschertal entlang wandern, allerdings war dieser Weg aufgrund der Schneefälle nur schwerlich passierbar. Also ging es wieder da lang wo wir hergekommen waren. Diesmal jedoch nicht über den Berg sondern durch einen Tunnel. Das fand ich ganz unglaublich, da war einfach Fussgängertunnel durch den Berg gebort worden. So liefen wir 20min durch einen dunkle und feuchte Röhre, um am Ende auf der anderen Seite des Berges wieder in die Sonne zu blinzeln. Hier war es merklich wärmer, denn die vom Gletscher abgestrahlte Kälte fehlte natürlich. Wir genossen dann noch einmal das schöne Panorama, bevor es mit Gondel und Zug und erschöpften Beinen wieder zurück nach Zürich ging.
Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Post "Schweizerdeutsch": Nach diesem Ausflug ins Wallis muss ich gestehen, dass es doch (auch für mich!) deutlich hörbare Unterschiede im Dialekt gibt. Die nette Billetverkäuferin an der Gondel sprach für mich vollkommen unverständlich und erst recht die Gäste am Nebentisch im Restaurant, wo wir noch einen kleinen Imbiss vor der Rückfahrt nahmen. Aber zu meinem Trost ist das Walliser Deutsch auf für Schweizer recht schwer verständlich. Ist wahrscheinlich so wie Urbayrisch für Berliner, hihi.
Habt eine gute Woche,
Eure Nadja


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